Unser Gehör

Unser Gehör ist das einzige Sinnesorgan, das auch dann aktiv ist, wenn wir schlafen.

Unser Gehör ist wichtig

Unser Alltag und unsere Lebensqualität können durch Hörverlust beeinträchtigt werden.

Unser Gehör versorgt uns kontinuierlich mit wichtigen Informationen, lässt uns Gefühle erleben und Erinnerungen ins Gedächtnis rufen. Unser Gehör ist wichtig:

Bei der Arbeit:

  • an Gruppenmeetings teilnehmen
  • telefonieren
  • Gespräche im geschäftigen Büro führen

Bei sozialen Anlässen:

  • sich mit Freunden unterhalten
  • sich an Tischgesprächen im Restaurant beteiligen
  • mit Enkelkindern spielen
  • telefonieren
  • mit anderen zusammen fernsehen

Zu unserer eigenen Sicherheit:

  • zu Fuss gehen in der Nähe vielbefahrener Strassen
  • Klänge wahrnehmen, die auf Gefahren hinweisen, z.B. Sirenen
  • auf Hilferufe aufmerksam sein

Wenn wir lernen:

  • sich leichter zu konzentrieren
  • mit Lehrern und Ausbildern kommunizieren
  • Informationen richtig aufnehmen

Und Sie möchten sicher nicht auf Musik, das Kinderlachen oder die fürsorglichen, von einem geliebten Menschen geflüsterten Worte verzichten. Oder auf die beruhigenden Klänge der Natur: den Abendgesang einer Amsel, den Wind im Herbstlaub, das Meeresrauschen oder das Knistern eines gemütlichen Lagerfeuers.

So funktioniert unser Gehör

Zum Hören haben wir zwei Ohren und ein Gehirn. Und das aus gutem Grund.

Natürliches Hören
Ein gesundes Gehör nimmt sowohl tiefe Töne (etwa ein Bassinstrument oder Verkehrslärm) und hohe Töne (eine Geige oder Vogelgezwitscher) wahr. Technisch gesehen, Frequenzen zwischen etwa 20 und 20.000 Hertz. Es kann ausserdem besonders leise Töne (das Summen einer Mücke), aber auch extrem laute Geräusche (einen startenden Düsenjet) verarbeiten. Das entspricht einem Lautstärkebereich von 0 bis über 120 Dezibel.

Sprachverstehen
Unser Gehör ist ein Meister in der Wahrnehmung von Sprache, in all ihren Facetten und in jeder Situation. Ob im Café, am Telefon oder in einem Vortrag: Unser Gehör filtert aus einer Flut von Geräuschen alle unwichtigen Signale heraus und konzentriert sich nur auf das Wesentliche. Dank dieser besonderen Fähigkeit können wir beispielsweise aus einem ganzen Orchester ein einzelnes Instrument heraushören oder trotz lauter Umgebung mit unserem Gesprächspartner entspannt plaudern.

Räumliches Hören
Unser Gehirn nimmt Geräusche in einem 360-Grad-Radius um den Kopf wahr, aus jedem Winkel. Unser Gehirn kann zwischen vorne und hinten, oben und unten unterscheiden. Dadurch erkennen wir, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt, wie gross der Raum ist, in dem wir uns befinden, und ob sich uns ein Hindernis in den Weg stellt.

So hören wir

Die Anatomie des Hörens

"Hello"

Auditory
canal
Eardrum
Hammer
Anvil
Stirrup
Eardrum
Nerve fibres
Cochlea
Back

The brain

Once impulses are sent to the breain, it processes the data so that we can select waht is relevant to the situation and follow it.

The inner ear

Processing begins in the inner ear and sound waves are transformed into electrical impulses. The snail-shaped cochlea is filled with fluid, sound waves cause this fluid to move and the movement is picked up by the sensory cells which send the electrical impulses to your brain.

The middle ear

Three tiny bones and the eardrum make up the middle ear. The hammer, the anvil and the stirrup. The stirrup is actually the smallest bone in your body. They work together to amplify sound waves.

The outer ear

Ever wondered why an ear is shaped as it is? The shape of your ear ensures that sound waves are captured and directed through the auditory cancl into your eardrum.

Das Gehirn arbeitet schwer

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, an manchen Orten, wie in einem lauten Restaurant, Gesprächen zu folgen. Das liegt daran, dass Sprache aus einer Vielzahl an verschiedenen Klängen besteht, die in innerhalb eines sehr schnellen Sprachflusses zusammengesetzt werden. Unser Gehirn priorisiert und ordnet all diese Klänge pausenlos für uns.

Wenn es um das Hören geht, mag es überraschend klingen, dass das Gehirn schwerer arbeitet als die Ohren. Deshalb kann es in geräuschintensiven Umgebungen, wie z. B. in einem gut besuchten Restaurant, sehr frustrierend sein, einem Gespräch zu folgen. Selbst Menschen ohne Hörverlust haben damit Schwierigkeiten. Für gewöhnlich ist Ihr Gehirn mittels eines kognitiven Prozesses in der Lage, alle Informationen, denen Sie Aufmerksamkeit schenken, zu sortieren: Einfach ausgedrückt ordnet das Gehirn die Klangumgebung, wählt die gewünschte Klangquelle aus und folgt dieser. Bei Menschen mit Hörverlust muss das Gehirn jedoch viel schwerer arbeiten, um Klänge sinnvoll zu ordnen, da die Eingangssignale von den Ohren leiser, weniger detailliert und/oder undeutlich sind.

Manche Klänge werden besser wahrgenommen als andere
Hohe Konsonanten, wie f, s und t, werden schnell durch lautere, tiefe Vokale, wie a, o und u, überlagert. Dies führt dazu, dass Personen mit Hörverlust darüber klagen, dass sie andere reden hören, aber nicht verstehen, was sie sagen.

Was versteht man unter Hörverlust?

Wenn das Ohr über längeren Zeitraum lauten Geräuschen ausgesetzt ist, können die winzigen Sinneszellen und Fasern im Innenohr beschädigt werden. Dies kann zu permanentem Hörverlust führen.

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    Ein Hörakustiker kann einen Hörtest mit Ihnen durchführen und Ihnen die richtige Lösung für Sie empfehlen.